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11.04.2026

Lesen in turbulenten Zeiten

Blog Lesen in turbulenten Zeiten.jpgSeit einigen Jahren scheint sich unsere Gesellschaft im Dauerkrisenmodus zu befinden. Krisen, Kriege und Konflikte, und von allen Seiten wird uns Angst gemacht, oder besser gesagt nehmen wir ständig Informationen auf, von denen wir uns in Angst versetzen lassen, egal, aus welcher Richtung sie kommen.

Wir brauchen gerade in solchen Zeiten immer wieder eine Auszeit, eine friedliche Oase, wo wir die Seele baumeln lassen können. Und eine wunderbare Gelegenheit dafür ist das Lesen guter Bücher. Das können Romane oder auch Sachbücher sein, die unseren Blick wieder auf das Schöne, Gute und Wertvolle richten lassen. Aus diesem Grund sind wir beide ausgesprochene Leseratten und aus diesem Grund schreiben wir auch. Um anderen Menschen Freude zu bereiten oder wertvolle Unterstützung zu geben.
 
Das Lesen von Büchern ist nicht einfach nur Ablenkung, es ist eine Möglichkeit, unserem aufgewühlten Geist einen Zufluchtsort zu bieten. Selbst wenn der Roman spannend ist, fühlen wir uns sicher und geborgen in unserem Sessel oder Bett. Gerade weil uns keine flackernden Bilder geboten werden, sondern nur „schnöde“ schwarze Buchstaben auf weißen Seiten, kann die Seele auf Reisen gehen und sich erholen.

Es gibt Bücher, die so spannend oder unterhaltsam sind, dass wir uns bereits am Nachmittag darauf freuen, sie abends weiterzulesen. Hast du das auch schon erlebt?

Sich in fremde Romanwelten entführen zu lassen, bedeutet keine Weltflucht. Die Welt holt uns eh ein, aber durch die modernen Medien erhalten wir ein Übermaß an Informationen, das lang schon nicht mehr natürlich und gesund ist. Innehalten, entspannen und in Stille lesen ist vielleicht gerade jetzt das Gebot der Stunde. 

Tom Horn - 18:16 @ Wenn Bücher und Menschen sich begegnen | 2 Kommentare

  1. Karin

    17.04.2026

    Das ist mir aus der Seele geschrieben… Ein gutes Buch (das darf auch mal einfach ein schöner Roman mit einem glücklichen Ende sein) ist für mich ein kleines Stück Geborgenheit, seit ich lesen kann. Manchmal auch ein Katapult auf eine ganz andere Ebene, vielleicht ganz unerwartet witzig oder geheimnisvoll oder sogar irgendwie „heilig“. Es gab nur wenige Bücher, die ich weggelegt habe, weil sie mich zu sehr verschreckt haben. Am schönsten sind die Bücher, bei denen ich etwas traurig bin, wenn die letzten Seiten anbrechen - und mich freue, wenn der Autor/die Autorin noch mehr geschrieben hat. Ich finde Bücher viel sanfter als eindringliche Film-Bilder, und Bücher lassen dem Leser viel mehr Freiheit , eigene Bilder und damit auch eigene Gefühle zu haben.

  2. Tom

    09.05.2026

    Ja, liebe Karin, genau das ist ein gutes Buch: ein kleines Stück Geborgenheit! Klein, aber so wirksam. Und das Schöne am Lesen ist auch, dass man sein ganz eigenes Tempo gehen kann, schnell lesen oder mehrmals lesen, regelrecht die Zeilen genießen oder innehalten und darüber sinnieren. Und die eigene Fantasie hat nur schwarze Buchstaben auf weißem Grund als Symbole, um frei zu schweben und alle nur denkbaren Welten und Gefühle entstehen zu lassen. Viel Lesefreude und Lesewunder wünsche ich dir!

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