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05.03.2026

Grüße aus der analogen Welt …

Gre aus der analogen Welt.jpg
… flatterten bei uns ins Haus. Und zwar in Form eines liebevoll handgeschriebenen Briefs einer Leserin. Sie hat unsere drei Bände „Das vergessene Lied“ verschlungen, griff zu Stift und Papier und teilte uns all ihre Gedanken und Empfindungen dazu mit. Dabei fand sie so berührende Worte, dass wir überwältigt waren. Natürlich erhielt sie von uns auch eine analoge Antwort in Briefform.

Wir freuen uns so sehr über jede Rückmeldung, ob digital, analog oder im direkten Gespräch. Denn abgesehen von unserer Freude am Schreiben beflügelt es uns, von unseren Lesern zu hören. Diese allein sind es schon wert, dass wir vier Jahre lang unser Autoren-Herzblut in unsere Roman-Reihe haben fließen lassen.

Dass es diesmal ein Brief war, regte uns zudem an, sinnierend in Erinnerungen zu schwelgen: Was haben wir nicht früher aus unseren Urlauben massenweise Postkarten aus allen Teilen dieser Welt an unsere Liebsten zu Hause verschickt? Ups, wir sind definitiv schon ein älteres Semester, wenn wir so zurückblicken können. 😉 

Jedenfalls standen wir irgendwo im Ausland an einem sich drehenden Postkartenständer und suchten und wählten aus. Die Karte ist für … Die passt zu … Die ist besonders schön …. Da ist was drauf, was wir wirklich gesehen haben …

Dann fragten wir uns zum nächsten Postamt durch und saßen dort erstmal mindestens eine Stunde, bis alle Karten geschrieben waren und bestaunten zum Schluss die fremdländischen Briefmarken.

Die Freude über den Erhalt einer jeden Postkarte war groß. Wusste man doch nun, dem Urlauber geht es gut – zumindest noch vor ein paar Tagen.

Manchmal erhielten die zu Hause Gebliebenen die begeisterten Urlaubseindrücke und lieben Grüße auch erst, wenn die Reisenden schon längst wieder bei ihnen waren. Dennoch wurden gerne die Worte der Liebsten gelesen und die Fotos auf der Postkarte betrachtet.

Schließlich waren diese der einzige bildliche Eindruck, den Daheimgebliebene und Urlauber miteinander teilten, als wir noch keine Schnappschüsse per Handy verschicken konnten und die Entwicklung der Fotos von mitgeschleppten Kameras noch seine Zeit brauchte.

Wann hast du das letzte Mal eine handgeschriebene Karte oder einen Brief per Post erhalten? War es eine Ansichtskarte von einer Tante, ein Geburtstagsgruß einer Freundin oder ein Liebesbrief eines Verehrers? 

Und wann hast du selbst einen Stift in die Hand genommen und hast deine Gedanken und Gefühle in einen Brief gegossen? 
Ehrlich gesagt, auch bei uns ist es lange her – abgesehen von der Antwort per Brief an unsere briefeschreibende Leserin.

Wir kommunizieren alle inzwischen fast ausschließlich per Mail, Whatsapp, Telegram, Messenger … Ist praktisch und schnell, keine Frage.

Doch so ein handgeschriebener Brief hat etwas ganz Eigenes. Ein Papier wird hervorgeholt und ein Stift wird in die Hand genommen. Man setzt sich an einen Tisch und beginnt, das leere Blatt zu füllen – dabei immer Gefahr laufend, Schreibfehler zu machen, die nicht so leicht zu vertuschen sind, und darauf vertrauend, dass der geneigte Empfänger sich die Mühe machen wird, die außer Form geratene Handschrift zu entziffern. Es kostet mehr Zeit und Mühe als eine SMS.

Auch ein Briefumschlag und eine Briefmarke müssen her und ein Gang zum Briefkasten wird folgen. Irgendwie entschleunigt das Briefeschreiben uns und es lässt uns im Geist und Herzen länger beim Empfänger verweilen.

Auch dieser nimmt sich mehr Zeit für unsere Worte und Botschaft. Vermutlich setzt er sich mit dem Brief in der Hand hin. Er öffnet den Umschlag, entfaltet das Papier und liest – und klickt dann nicht gleich die nächste blinkende Nachricht auf dem Handy an.

Vielleicht sollten wir öfter mal zum Stift greifen und vielleicht  finden wir dann auch selbst öfter analoge Grüße im Briefkasten.
Nostalgie hin oder her – es ist einfach schön, oder?

Tom Horn - 21:22 @ Schreiberlebnisse | Kommentar hinzufügen

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